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aufGang unter

Beschreibung: Die Zuschauer sitzen in Dunkelheit und Stille. Langsam schwenkt ein Licht aus einem anderen Raum am Ende der Bühne auf die hintere Wand. Zuerst ist es ein Kasten, dann wird es größer und beginnt sich zu bewegen. Ein Knacken und Klopfen setzt ein. Nach einiger Zeit wird erkennbar, dass sich nicht das Licht bewegt, sondern etwas Lebendiges Schatten auf die Wand wirft. Es wird erkennbar, dass es menschliche, verzerrte Bewegungen sind. Das Klopfen wird rhythmischer, die Gestalt klarer erkennbar, steht nun aufrecht. In dem Moment, wo das Klopfen aussetzt, erscheint eine Figur an der Tür. Nur ihre Silhouette ist erkennbar. Sie bewegt sich in langsamen, dann schnelleren Kreisen durch den Raum auf ihren Schatten an der gegenüberliegenden Wand zu. Knacken und Rascheln ist in der Luft, es scheint sie zu bewegen, oder kommen die Geräusche durch ihre Bewegung? Sie geht zum Boden, vermischt sich mit ihrem Schatten an der Wand und kommt wieder zum Stehen. Ihr Schatten folgt ihr verzerrt, scheint auf ihre Bewegungen zu antworten. Das Licht beginnt nun der Figur zu folgen, wird kleiner. Es wird dunkel. Es ist leichter Wind zu hören. Ein anderes Licht geht an. Es leuchtet unter einem unbesetzten Stuhl in der ersten Publikumsreihe hervor. Auf einem weiteren unbesetzten Stuhl in der ersten Reihe steht eine zweite Figur, welche sich langsam dreht. Indem Moment, wo sie ihr Gesicht den Zuschauern zudreht, fällt sie zurück vom Stuhl und in den Raum. Dort bleibt sie stehen und betrachtet die Zuschauer. Der Wind nimmt sie wieder mit, wird zum Sturm, wird beängstigend und wieder weich. Beide Figuren wehen zusammen. Das Licht geht aus. Der Wind weht weiter, es entstehen darin hohe Töne. Langsam öffnet sich ein Licht unter der Tribune, welches von der ersten Figur bewegt wird. Dadurch entstehen Schatten von Tribune und Stühlen sowie von den Zuschauern an der Wand. Sie können sich nun selbst sehen. Das Bild beginnt schärfer zu werden, sich zu bewegen. Dadurch wirkt der Raum als würde er sich drehen. Die andere Figur ist noch auf der Bühne, hat nun einen Spiegel und beginnt damit langsam Kontakt mit dem Licht aufzunehmen, um die Reflektion zu nutzen. Sie geht in den Zuschauerraum, Licht und Spiegelreflektion bewegen den Raum, die beiden Figuren werden nun aus der Nähe zu Personen. Sie beginnen sich zu begegnen, doch die Zuschauer sind zwischen ihnen. Die Töne werden weicher, klarer, werden zu Musik. Die beiden Figuren nähern sich und treffen aufeinander. Ein Duett von Licht und Schatten beginnt. Die beiden Figuren ziehen sich an oder fallen auseinander. Das Licht bündelt die Aufmerksamkeit oder öffnet den Raum. Die Musik kommt von einem alten Streichinstrument, das an Wüste errinnert. Sie ist manchmal klar, manchmal verzerrt, bis sie schließlich in ein leichtes Klopfen übergeht. Die Figuren trennen sich, die erste kommt zurück zu dem anderen Raum am Ende der Bühne, die andere wieder zum Publikum. Langsam schwenkt das Licht aus dem anderen Raum am Ende der Bühne auf die hintere Wand. Die Zuschauer sitzen in Dunkelheit und Stille.

Ein letztes Lied, ein Gesang ertönt.

 

Download: Broschüre zum Stück

 

Choreographie:  Sina Neuhoff

Performance:

Sound-Konzeption, Aufnahme, Mix, instrumentale
Ausführung, Gesang:

 Rena Meyer Wiel, Klang-Collage für bespielte Baumzapfen und Olivenholz, Naturborsten, Sarangi und Stimme

Dauer:  40 Minuten

Technische Daten:

  • Bühne ebenerdig zum Publikum
  • eine Tür zu einem angrenzenden Raum (auch Foyer möglich)
  • Zuschauertribune von den Seiten, unten bzw. hinten umgehbar
  • vorhandenes Soundequipment mit guter Tonqualität,
  • da der Soundtrack leise und sehr präzise ist
    der Sound wird von der Choreographin selbst gesteuert
  • während der Produktion wird kein Licht gefahren

 

{rise and falling}

Description: The audience sits in darkness and silence. Slowly a light arises from another room through a door at the back of the stage. The light starts to move, become bigger and changes its shape. Cracking and clapping. After a while the shape becomes clearer, it is the shadow of a figure that is moving the light. It is a human body moving through space. The clapping gets stronger,like a drumming, the figure becomes clearer, is standing, the drumming stops at the moment that the figure appears in the room. Only her dark silhouette is visible that moves in small circles towards her own shadow at the other wall. Cracking and rustling. Is the sound moving her or does the sound come from her movement? She goes to the floor, merges into her shadow at the back wall and comes back into standing. Her shadow follows her with delay, seems to answer. Now, the light also starts to follow her, gets smaller and goes of. Darkness. Only a slight wind. Another light, underneath one of the front chairs turns on and a second figure is standing on a chair in the front line of the audience, slowly turning. When she is facing the audience, she falls backwards into the room. Stops and looks at the audience. The wind takes her again, gets stronger, both figures are falling together trough the space, the wind becomes less again, turns into high tones. The light turns of and a third light, underneath the tribune turns on, moved by the first figure turning the shadows at the wall that are created by the audience, the chairs and the tribune. The second figure is sitting at the back wall with a round mirror to use the reflection of the light.
She comes closer and goes into the audience. The reflection of light and mirror move the space, the two figures become two individual persons who start having a relationship. The audience is still between them. They come closer, they meet and a duet of light and shadow begins. The figures come together and fall away from each other. The light focusses the attention in the room on one spot or opens up. A music coming from an old stringed instrument reminds on a desert. Sometimes the music is clear, sometimes distorted until it changes into a soft clapping. The figures separate. The clapping gets softer until it stops. The audience sits in darkness and silence.

A last song, a singing appears.

 

Download: Flyer about the piece

 

Choreography:  Sina Neuhoff

Performance:

Sound concept, recording, mix, instrumental performance and voice:

 Rena Meyer Wiel, Singer and sound artist, Soundscape with tree cones, olive wood, bristles, sarangi and voice

Duration:  40 minutes

Technical Data:

 

© 2010 Sina Neuhoff · IMPRESSUM